Die 7. International Sustainability Transitions Conference in Wuppertal

Die 7. International Sustainability Transitions Conference in Wuppertal

Die 7. International Sustainability Transitions Conference in Wuppertal

Verfasst von Ann-Marlen Halling

Wuppertal, und im Speziellen das Wuppertal Institut in Kooperation mit dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent), waren Gastgeber und Ausrichter der diesjährigen International Sustainability Transitions (IST) Conference, die zum 7. Mal Wissenschaftler*innen und Akteure des global aktiven Sustainability Transitions Research Network (STRN) versammelte. Vom 6. bis zum 9. September 2016 fand ein reger Austausch zwischen Experten verschiedener Disziplinen und Fachrichtungen zur Transformationsforschung statt. Unter dem Leitthema „Exploring Transition Research as Transformative Science“ wurde in Speedtalk-, Dialog-, und Paper-Sessions gegliedert, und in 9 Themenbereichen, darunter Energietransformationen, Urbane Transformation, Globale Perspektiven u.a., über konzeptionelle und methodische Herausforderungen der transformativen Forschung diskutiert.

Zu den Highlights der Konferenz gehörten die großen Plenarsitzungen, in denen internationale Akteure, wie Carrie Exton, Policy Analystin der OECD, Cathy Maguire von der Europäischen Umweltagentur, der Begründer der Transition Town und Transition Network Bewegung Rob Hopkins, der Pionier der Transdisziplinarität Roland Scholz und auch der Präsident des Wuppertal Instituts Uwe Schneidewind über ihre aktuelle Arbeit berichteten und Ausblicke auf weitere Entwicklungen und Forschungsaufgaben bereit hielten.

Auch die Arbeit des Projekts „Wohlstands-Transformation Wuppertal“ fand seinen Platz gleich in mehreren Programmpunkten der Konferenz. So wurde in einer „Dialogue Session“ das Zusammenspiel zwischen Praxispartnern und Forschern aus den Reallaboren nicht nur beschrieben, sondern live vorgeführt. Auch der spezifische Wuppertaler Kontext für transdisziplinäre Forschung war Thema eines Vortrags, ebenso die konzeptionellen Weiterentwicklungen des Reallabor-Begriffs. Die Entwicklung eines neuen Wohlstandsindikatoren-Sets für die Stadt Wuppertal fand sowohl in der Plenarsitzung mit Carrie Exton und Cathy Maguire Erwähnung, als auch in einer eigenen Paper Session zu transformativer Wissenschaft.

Außerdem konnten die Besucher der Konferenz die Transformation in Wuppertal auch ganz aktiv miterleben. Bei einer Führung durch den Stadtteil Arrenberg mit anschließender Verköstigung durch dessen Bewohner erlebten die Konferenzteilnehmer*innen die Arbeit des TransZent mit ihren Praxispartnern in einem der Reallabore der Stadt.

Mitten in die Woche voller transformativer Denkanstöße für eine nachhaltigere Entwicklung fiel das 25-jährige Jubiläum des Wuppertal Institut, das am Donnerstag zunächst in der Historischen Statthalle und später in der Villa Media, ebenfalls am Arrenberg, stattfand und mit einer abendlichen Abschlussfeier unter freiem Himmel und bei hochsommerlichen Temperaturen ein voller Erfolg war. „Making Utopia possible“ war das Motto des Jubiläums, die Woche voll Theorie und Praxis, voll Rückblick und Ausblick wird die Forschung an der Wuppertaler Transformation weiter beflügeln.

 

ist-arrenberg-0269Der Arrenberg beim Jubiläum des Wuppertal Instituts. Foto: Janina Westerkowski

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