Workshop „Gutes Leben in Wuppertal“

Workshop „Gutes Leben in Wuppertal“

Workshop „Gutes Leben in Wuppertal“

Wohlstand ist mehr als nur materieller Reichtum. Was aber ist Lebensqualität? Wodurch zeichnet sich Gutes Leben speziell in Wuppertal aus? Und was müssen wir beachten, um das Leben zukünftiger Generationen in dieser Stadt nicht zu gefährden? Diese und andere Fragen rund um das Gute Leben in Wuppertal diskutierten engagierte Mitglieder von Wuppertaler Vereinen und Initiativen am 25. Januar im Workshop „Gutes Leben in Wuppertal“ am Wuppertal Institut.
Lebensqualität in einer Stadt kann nicht rein an wirtschaftlichen Aspekten gemessen werden. Dass ein erweitertes Wohlstandsverständnis und Indikatoren zu ihrer Messung notwendig sind, wurde von den Teilnehmenden unterstützt. Außerdem muss ein Indikatorensystem die spezielle Situation der Stadt Wuppertal erfassen können, in der ganz andere Sachen wichtig sind als in anderen Städten.
Also wurden spezifische Aspekte von Lebensqualität in Wuppertal zusammengetragen, mit dem Ziel, zur Entwicklung einer Wuppertaler Wohlstandsdefinition beizutragen.

Teilnehmende diskutieren Aspekte von Lebensqualität

Teilnehmende präsentieren ihre Vorstellungen von Lebensqualität

Neben klassischen Wohlstandsaspekten wie Sicherheit, guter Bildung und Gesundheit wurden von den Teilnehmenden vor allem gute Umweltqualität, öffentliche Räume und Infrastruktur als wichtige Themen der Lebensqualität genannt. Die Dominanz von Autos im Stadtverkehr wurde vielfach kritisiert und bessere Fuß- und Radwege gefordert, sowie die Möglichkeit Geschäfte und Behörden fußläufig zu erreichen betont. Außerdem wurden Integration, heterogene Wohnquartiere und soziales Miteinander als wichtige Aspekte der Wuppertaler Lebensqualität genannt. Das vielfältige Kulturangebot wird als besondere Stärke Wuppertals wahrgenommen, es soll weiter gefördert und der Zugang für alle Bürger ausgebaut werden.
Da Gutes Leben gerade in Wuppertal nicht ohne Engagement der Bürger zu denken ist, war auch dieses ein zentrales Thema. Einerseits ist Bürgerengagement jetzt schon ein wichtiger Treiber der Entwicklung der Stadt, andererseits fehlt es oft trotzdem an Unterstützung und Wertschätzung gerade für kleine Initiativen und Projekte. Die vielen Freiräume und leerstehenden Gebäude bieten vielfältige Möglichkeiten für Engagement und Entfaltungsmöglichkeiten für Kunstschaffende und andere aktive Einwohner*innen. Diese Freiräume zu erhalten und nicht alle „Zahnlücken“ zu schließen war ein wichtiges Anliegen der Workshopteilnehmenden.
Die Ergebnisse des Workshops, die spannenden Hinweise, Erfahrungen und Perspektiven auf urbane Lebensqualität, werden in die Entwicklung von Wohlstandsindikatoren speziell für Wuppertal einfließen. Zu diesem ersten Workshop waren Mitglieder von Bürgervereinen und –initiativen der Stadt eingeladen, die sich bereits mit Themen der Lebensqualität auseinandersetzen. Sie hatten die Möglichkeit ihre Perspektiven in die Wohlstandsdefinition einzubringen sowie sich mit anderen Vereinen auszutauschen.

Bewertung der genannten Aspekte von Lebensqualität

 

Sammlung der Vorschläge der Teilnehmenden zur Wohlstandsdefinition

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber das war erst der Anfang:

• Mitte Februar startet eine Umfrage mit zufällig ausgewählten Einwohner*innen Wuppertals zu ihren Wohlstandsvorstellungen.
• Im Anschluss werden einige zufällig ausgewählte Personen außerdem zu Gruppendiskussionen eingeladen. So soll es ermöglicht werden, ein repräsentatives Bild der Vorstellungen vom Guten Leben in Wuppertal zu erhalten.
• In parallel laufenden Projekten wird der Austausch mit weiteren Initiativen, Politikern, Verwaltungsmitarbeitern, Unternehmern und Bürgern zum Thema Wohlstand gesucht.
• Die Initiativen „des guten Lebens“ werden in ihrer Vernetzung und im Austausch zu ihren Aktivitäten unterstützt.
• Bestehende Indikatorensysteme wie der Better-Life Index der OECD, Erfahrungen anderer Städte und die wissenschaftliche Literatur werden laufend weiter erfasst und ausgewertet.
• Aus dieser Vielzahl von Eindrücken kann ein Wohlstandsindikatorenset für Wuppertal entstehen.
• Mit diesen Wohlstandsindikatoren kann der Einfluss von Wuppertaler Projekten und Initiativen auf die Lebensqualität in der Stadt gemessen werden
• Im Idealfall kann ein neuer Kompass entstehen, an dem sich viele Menschen in Wuppertal bei der Gestaltung ihrer Stadt orientieren können, ob privat, in ihrem sozialen Engagement, als Unternehmer oder als Politiker.

Dieser Beteiligungsprozess zur Entwicklung einer Wohlstandsdefinition findet im Rahmen des Forschungsprojektes „Wohlstands-Transformation Wuppertal“ am Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) statt.

Autorin: Katharina Schleicher

Erste Ergebnisse des Workshops „Gutes Leben in Wuppertal“

Erste Ergebnisse des Workshops „Gutes Leben in Wuppertal“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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