Es ist vollbracht – Das Startkonzept für das offene Sportangebot steht

Es ist vollbracht – Das Startkonzept für das offene Sportangebot steht

Das Seminar „Geschäftsmodelle für Nachhaltigkeitstransformation“ neigt sich dem Ende zu und der Abgabetermin für die schriftliche Ausarbeitung des Konzeptes für das offene Sportangebot an der Wuppertaler Nordbahntrasse steht kurz bevor. Wer in den letzten Wochen und Monaten unsere Beiträge in diesem Transformationsblog mit Interesse verfolgt hat, ist sicherlich gespannt, was nun am Ende aus unseren Plänen und Vorstellungen geworden ist. In diesem letzten Blogbeitrag möchten wir Euch nun einen zusammenfassenden Überblick über das gesamte Konzept geben und die Arbeit Revue passieren lassen.

Die Aufgabe: Ein Plan für verschiedene Sport- und Bewegungsangebote auf der Brachfläche gegenüber des Mirker Bahnhofs erstellen, dem ein innovatives und nachhaltiges Geschäftsmodell zugrunde liegt.

Bei der Erarbeitung des Konzepts haben wir uns an dem Leitgedanken orientiert, ein offenes Sportangebot, das verschiedene stationäre und flexible Sport- und Bewegungsangebote für Menschen aller Altersgruppen, Nationalitäten und sozialer Schichten kombiniert, schaffen zu wollen. Um diesem Leitgedanken gerecht zu werden, haben wir zunächst ein Startkonzept entwickelt, welches die Sportarten Beachvolleyball, (Rollstuhl-)Basketball, sowie Trimm-Dich-Geräte, einen Sportgeräte-Verleih und eine Paletten-Labyrinth für Kinder beinhaltet.

Diese Angebote sollen die bereits bestehenden Sportangebote entlang der Nordbahntrasse ergänzen und keine konkurrierenden Maßnahmen darstellen. Das Motto: Die Nordbahntrasse als Ort des Sports. Gespräche mit Experten, wie Christian Hampe von Utopiastadt, Tom Zimmermann von der Stadt Wuppertal, Johannes Geyer vom Lehrstuhl für Stadtentwicklung der Uni Wuppertal, und Stephan Lerch von der der Interessensgemeinschaft Fahrradstadt Wuppertal, haben uns dabei geholfen.

Aufgrund der hohen Anzahl verschiedener Unternehmens- und Geschäftsmodelle ist die Frage nach einer funktionieren und auf das Unternehmensziel abgestimmten Finanzierung äußerst komplex.

Geschäftsmodelle gibt es viele. Im Sportbereich dominiert das Konzept des Abonnements, bei dem die Nutzer jährliche oder monatliche Beiträge zahlen und dadurch ein umfangreiches Angebot, z.B. in Fitnessstudios oder Vereinen, wahrnehmen können. Im Eventsportbereich, in dem oft umfangreiche und teure Leistungen angeboten werden, wie Fallschirmspringen oder Kletterwald, werden die Leistungen oft einmalig in Anspruch genommen. Wir wollten weg von klassischen Vereinsstrukturen und hin zu einem Geschäftsmodell, das von Offenheit und Flexibilität geprägt ist. Es entstand deshalb eine Mischung aus Sponsoring, Fördermitteln, kleinen Mitglieds- und Nutzungsbeiträgen, aber auch nichtmonetären Leistungen, wie die ehrenamtliche Mitarbeit der Bürger. Der Fokus liegt daneben jedoch auch insbesondere auf der sozialen Nachhaltigkeit. Das offene Sportangebot soll ein Projekt sein, an dem die Bürger als wesentliche Treiber und Entscheidungsträger mitwirken und somit die Entwicklung ihres lokalen Umfelds selbst in die Hand nehmen.

Neben den sozialen und ökonomischen Perspektiven soll die Umweltbelastung durch das Projekt auf einem minimalen Level gehalten werden. Die Verwendung von natürlichen Baustoffen, wie beispielsweise Holz, und recycelte Materialien helfen dabei, dieses Ziel zu verfolgen.
Offenheit und Flexibilität stellen bei dem offenen Sportangebot die Grundpfeiler dar, auf denen das Geschäftsmodell basiert. Durch die Möglichkeit einer Vereinsmitgliedschaft oder die Einführung einer SportsCard besteht für die Nutzer des Sportangebotes die Möglichkeit, kostenpflichtige Angebote, wie Beachvolleyball und verschiedene Sport-Treffs, flexibel zu nutzen. Außerdem können die potenziellen „Kunden“ so selbst entscheiden, wie intensiv sie das offene Sportangebot nutzen und sich einbringen möchten. Durch die aktive Mitarbeit in Arbeitsgruppen oder durch die Übernahme einer Patenschaft für einen bestimmten Teilbereich des gesamten Sportangebotes besteht außerdem die Möglichkeit, das Projekt zu gestalten und zu beleben.

Canvas
Schema des Business Model Canvas bezogen auf das Geschäftsmodell des offenen Sportangebots

Projekte, die einen räumlichen und praktischen Bezug haben, machen mehr Spaß als trockene Theoriearbeit!

Die enge Abstimmung mit verschiedenen Akteuren, deren individuelle Erfahrung und Ideen den Konzeptentwurf positiv beeinflussten, war eine große Hilfe für uns. In Kombination mit intensiver Recherche zum Thema Nachhaltigkeit, Sport, Bürgerbeteiligung und innovativer Geschäftsmodelle, sowie dem Einbezug der Nachhaltigkeits- und Stadtentwicklungsplänen der Stadt Wuppertal, konnte das oben skizzierte Startkonzept für das offene Sportangebot an der Nordbahntrasse entstehen. Vor allem die praktische Anwendbarkeit des entstandenen Konzepts und die Zusammenarbeit mit Experten macht uns Spaß und ist motivierender als bloße Theoriearbeit. Wir bedanken uns auf diesem Weg bei den interessierten Lesern und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung!
Philipp & Julia

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