Städte und Ernährung im Wandel – Transition Towns und andere Alternativen

Städte und Ernährung im Wandel – Transition Towns und andere Alternativen

Die Aktionswochen von „Grüne Beete“ neigen sich dem Ende entgegen. „Städte und Ernährung im Wandel – Transition Towns und andere Alternativen“ vom 17. März ist ein Beispiel dieser Veranstaltungsreihe.
Zu Beginn präsentierte Matthias Wanner, Mitarbeiter im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und seit Jahren aktiv beim Aufbau des Transition-Netzwerks, die Entstehung der „Transition Town“-Bewegung und zeigte anschließend den Film „Voices of Transition“ (deutsch: „Stimmen des Wandels“).

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Transition Town (Quelle: Maschkowski/Wanner, 2014)

Transition TownsRob Hopkins, Autor, britischer Dozent und Umweltaktivist, startete 2006 gemeinsam mit den BewohnerInnen von die „Transition Town“-Bewegung.

Die Auslöser für ihr Engagement sind bekannt:

– Peak Oil
– Klimawandel
– Wirtschafts- und Finanzkrisen

Ziele sind die Zufriedenheit, die Zukunftsfähigkeit und das Wohlbefinden in ihrer Stadt nachhaltig zu erhöhen. Erreichen wollen sie dies durch gemeinschaftliches Handeln auf lokaler Ebene. Zentral ist dabei die Resilienz (Abfederungsvermögen, Belastbarkeit) ihrer Gesellschaft/Stadt zu stärken. Zum Beispiel Lebensmittelimporte und die Erdölabhängigkeit zu reduzieren. Dadurch verringern sie sogleich den CO2-Ausstoß und bauen bzw. stärken lokale Wirtschaftskreisläufe. Kopf, Herz und Hände stehen dabei im Mittelpunkt.

– Mit dem Kopf, die Problemlage der importabhängigen Lebensmittelversorgung verstehen.
– Mit dem Herz, die Vision einer Selbstversorgung schaffen.
– Und mit den Händen, im eigenen Garten Gemüse anpflanzen.

So oder ähnlich könnte ein entsprechendes Engagement aussehen.

Die Stadt Totnes blieb in diesem Ansatz nicht lange alleine. Ausgehend von Trainings und Workshops seit 2006 gründeten sich nach und nach weitere „Transition Town“-Initiativen„. Weltweit sind ca. 1.500 offizielle Initiativen gelistet.

Dass nicht immer der Name „Transition Town“ über einer Initiative stehen muss, verdeutlichte nicht nur der Referent Matthias Wanner sondern auch der Film „Voices of Transition„.
Neben der misslichen Lage in der Lebensmittelindustrie, interessanten „Transition Town“-Initiativen, zeigte der Film Kubas Entwicklung von einer erdölabhängigen Nahrungsmittelproduktion hin zu einem weitreichenden Selbstversorgers. Ausgelöst durch den Wegfall der Öl- und Gasimporte aus der Sowjetunion im Jahr 1990 schaffen es die Bewohner von Havanna nun 70 Prozent Biogemüse lokal anzubauen.

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