talwaerts #05 – Mangelwesen

talwaerts #05 – Mangelwesen

Ausgabe 05/15 30. Januar 2015

Die aktuelle Ausgabe der talwaerts kauft sich besonders gut zusammen mit einem Kaffee im Milias. Im Anschluss empfiehlt sich ein kleiner Spaziergang über den Wall, denn eben dieser ist Thema in einem der Artikel in der talwaerts vom 30. Januar. Neben einer interessanten Art der Zwischennutzung, dem „Urban Exploring“, wird über Jugendkriminalität und den Werdegang des Wuppertaler Fotografen Tobias Zielony berichtet.

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Ergötzliche Dämmerung
Was passiert eigentlich am Wall? Durch das Bauprojekt am Döppersberg ist der Wall nun um einiges lebendiger und den meisten Wuppertalern wird wohl schon aufgefallen sein, dass sich hier einiges tut. Der Artikel in der talwaerts greift die Aufbruchsstimmung am Wall auf. Der Döppersbergumbau gehört für die Wuppertaler nun mehr oder weniger zum Alltag und so können sich Wuppertal und seine Stadtplaner etwas mehr auf die Elberfelder Innenstadt konzentrieren. Wie wird Elberfeld wieder attraktiver und wer macht sich eigentlich Gedanken dazu? Was am Wall bereits passiert und was noch passieren muss, ist auf zwei Seiten zu lesen.

Mangelwesen
Genau das, nämlich Mangelwesen, sind jugendliche Straftäter eben nicht. Justizvollzugsanstalten sind für meisten Stadtbewohnern ein unangenehmes und nicht präsentes Thema. Der Artikel „Mangelwesen“ beschreibt auf 4 Seiten, wie der Alltag in der JVA Ronsdorf abläuft. Wie können wir Jugendliche resozialisieren und auf den „richtigen Pfad“ bringen, bevor sie eine Haftstrafe antreten müssen? Oft geben engagierte Bürger und Projekte Antworten. Jugendliche gehören zu unserem Stadtbild und sind Teil unserer Gemeinschaft. „Mangelwesen“ ist ein Ausflug in ein Wuppertal, mit dem die meisten Wuppertaler nichts zu tun haben wollen.

Venedig ruft!
Wuppertal ist eine Stadt voller Künstler und Kreativer. Dazu gehört auch Tobias Zielony. Tobias wohnt zwar nicht mehr in Wuppertal, beschreibt aber im Interview mit der talwaerts, dass er seine Heimat keineswegs geheimhält und immer wieder Menschen trifft, die sich für Wuppertal interessieren. Der Fotograf stellt dieses Jahr auf der Biennale in Venedig, der „Stadt der Liebe“, aus und erklärt, wieso er nach dem letzten Besuch der Biennale eigentlich nicht mehr zur Eröffnung kommen wollte. Außerdem erzählt Zielony wie er fotografiert – nämlich nicht einfach durch Städte laufend und heimlich Menschen fotografierend.

Im Schleichgang
„Urban Exploring“, so nennt sich das Hobby von Nic und Imke. Die beiden suchen alte, verlassene Gebäude und Orte, machen Fotos von ihnen und verschwinden wieder. Und in Wuppertal, so Nic, findet man viele außergewöhnlich schöne Gebäude. Umrandet von schönen Fotos beschreibt „Im Schleichgang“ ein besonderes Hobby und wieso alte Gebäude nicht nur gruselig sind.

Wieder beschäftigt sich die talwaerts also mit den großen Bauprojekten und Veränderungsprozessen in Wuppertal, die nahezu jeden Wuppertaler betreffen. Durch Artikel wie „Mangelwesen“ rückt die Zeitung Themen in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit, die wichtig für die Entwicklung und das Zusammenleben der Stadt sind, aber oft ausgelassen werden. „Urban Exploring“ könnte für die Leser ein Impuls sein, über Lehrstand und Zwischennutzung nachzudenken.

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