Zuerst die Planung, dann die konkrete Umsetzung – Doch wie packt man’s an?

Zuerst die Planung, dann die konkrete Umsetzung – Doch wie packt man’s an?

In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv mit der Planung unseres Sportprojekts beschäftigt. Dafür haben wir einerseits viel recherchiert, uns aber auch mit Fachleuten unterhalten, so wie Johannes Geyer vom Lehrstuhl für Stadtplanung der Uni Wuppertal.

Johannes Geyer, der durch seine Arbeit als Quartiersentwickler in Berlin Erfahrung mit solchen bürgernahen Projekten hat, hat uns bei der Frage nach der Umsetzung unseres Sportprojekts einen großen Schritt weiter gebracht. Wie in vorherigen Beiträgen erläutert wurde, setzen wir bei der Umsetzung des offenen Sportangebotes sehr stark auf die Beteiligung und Mitgestaltung vieler Akteure. Die Erfahrung bei vergleichbaren Projekten hat gezeigt, dass es bei solchen Projekten wichtig ist, ergebnisoffen an den Prozess heranzugehen. Denn dadurch, dass jeder mitreden darf wird erst im Laufe des Projekts deutlich, welche Sportangebote überhaupt gebraucht werden. Bei einer konzeptionellen Vorgabe des Sportangebotes durch einige wenige Personen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass an den Bedürfnissen der Nutzer des Sportparks „vorbeigeplant“ wird, so Geyer. Das heißt für uns: Theoriearbeit und Erhebungen sind zwar gut und bieten eine Argumentationsbasis, eine lückenlose Finanz- und Angebotsplanung ist aber nicht möglich.

Erstmal einen Schritt zurück und Freiraum lassen

Diese Empfehlung hat uns dazu bewogen erst einmal einen Schritt zurück zu machen. Vorschläge für potenzielle Sportangebote kann man zwar machen, konkret planen werden wir aber nur für die Anfangsphase. Das bedeutet, dass wir und zunächst nur damit beschäftigen, wie man mittels Sportangeboten zu Beginn des Projekts die Aufmerksamkeit der Akteure gewinnen kann. Infrage kämen Beachvolleyballfelder, weil diese bisher nur kaum vorhanden sind in Wuppertal. Außerdem kommt ein Labyrinth aus Paletten und Autoreifen infrage, womit wir auf die Idee des Upcyclings aufmerksam machen können, und Lauftreffs als flexibles Angebot.

Labyrinth
Ein Labyrinth aus Paletten als Bewegungsangebot (Quelle: http://bit.ly/1x3oBFR)

Mitmachen erwünscht! Aktionstage als geeignetes Mittel für die Aktivierung

Aber wie kann man schon direkt zu Beginn Bürger einbinden? Eine Möglichkeit stellen sogenannte Aktionstage dar, die besonders bei Projekten der Quartiersentwicklung und anderen Bürgerprojekten oft angewendet werden. Interessierte können dann direkt nach dem Motto „Anpacken und Mitmachen“ mit der Gestaltung beginnen, z.B. ein Upcycling-Labyrinth bauen. Dafür müssen natürlich die Materialien bereitgestellt werden, was man auch durch Sammelaktionen tun kann.

Die Nutzung eines breit aufgestellten Netzwerks ist bei der Durchführung solcher Aktionen äußerst hilfreich, denn so kann eine große Anzahl an potentiellen Akteuren erreicht werden. Innerhalb des Netzwerks können sich auch mögliche Sponsoren befinden, die durch das das Projekt auch im weiteren Verlauf unterstützen wollen. Wie wir auf einen Aktionstag aufmerksam machen wollen und wie sich die nächsten Schritte entwickeln, stellen wir Euch in der nächsten Zeit hier vor.

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