talwaerts #02 – Bodenschätze

talwaerts #02 – Bodenschätze

Die neuste Ausgabe des talwaerts -Magazins nimmt sich diesmal individuell Zeit für Wuppertal. Sie stellt einzelne Menschen ins Zentrum der Betrachtung. Sie zeigt auf, wie sich starkes Engagement einzelner Akteure auf viele Menschen auswirkt und wie groß Wirkungshorizonte sein können. Ferner verdeutlicht sie viele Ansätze, wie Transformationsprozesse aktiv und kreativ gestaltet werden können durch Verkauf von „Bodenschätzen“, Kunstprojekte, gemeinsames Trauern und auch Malen?

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Bodenschätze

Wuppertal entwickelt sich zu einem immer attraktiveren Standort für Investoren – so die Kernaussage des Leitartikels der neuen „talwaerts“ Ausgabe. Dies hat für die Stadt zwei wichtige Auswirkungen: sie nimmt auf der einen Seite durch den Verkauf natürlich Geld ein, das die Stadt für wichtige Projekte verwenden kann, auf der anderen Seite führt dies auch dazu, dass die (Transformations-)Entwicklung der Stadt proaktiv vorangetrieben wird. So können aus brachliegenden, toten Grundstücken neue, kreative Ideen wachsen und Wuppertal auf diese Weise vielfältig bereichern.

Postkarte aus Wuppertal

London, Berlin und Wuppertal in einem Atemzug zu nennen mutet seltsam an – möglich macht dies jedoch Choreographin Jo Parkes. Mit ihrem Projekt „Postcards“ setzt sie Städten ein filmisches Denkmal. Interessant ist hierbei die Zusammenarbeit zwischen Profis und Laien bei der Realisierung des Projekts. Im Vordergrund steht, die Symbole der Stadt nicht einfach darzustellen, sondern diese autobiografisch mit den Mitwirkenden in Kontext zu setzen. Bewundert werden kann die Ausstellung vom 17. bis zum 24. Januar im Fahrenkamphaus, Am Wall 2. Weitere Informationen: www.tanzrauschen.de

Trauern lernen

In diesem Interview spricht Silke Kirchmann, Leiterin der Caritas Hospizdienste und Palliativbeauftragte des Caritasverbands in Wuppertal, über Tod, Trauer und den richtigen Umgang mit diesen einschneidenden Lebensereignissen. Trauernden wird jeden ersten Dienstag im Monat, 16 bis 18 Uhr, im Trauer-Café in der Auer Schulstr. 1, Hilfe angeboten.

Kinderzimmer in Wuppertal

Der Artikel beschreibt das Werk und Leben der Illustratorin und erfolgreichen Kinderbuchautorin Ulrike Möltgen. Zusätzlich hierzu engagiert sie sich sozial an der Wuppertaler Waldorfschule und lehrt in der 12. Klasse das Malen. In diesen Zusammenhang beklagt sie besonders, dass ein großer Leistungsdruck auf den Schülern laste und der heutigen Jugend Mut fehle ihre wahren Talente auch unter widrigen, unsicheren Umstände zu realisieren.

Interessant aus Transformationssicht

Besonders erwähnenswert aus Transformationssicht ist der Artikel „Wuppertal neu und nachhaltig“. Dieser geht mit dem Projekt „Bürgerenergie im Tal – Vom Energienetzwerk VillaMedia zum Klimaquartier Arrenberg auf ein Thema ein, das wir bereits in unserem Blog dargestellt haben.
Um der wichtigen und zukunftsweisenden Frage nachzugehen, wie Städte sich im Angesicht der Umweltproblematiken in den kommenden Jahren und Jahrzehnten CO2-neutral organisieren können, startet die Uni Wuppertal in Kooperation mit dem Wuppertal Institut eine Vortragsreihe mit dem Thema „Wuppertal neu und nachhaltig! – Transformation der Städte!“. Erster Referent wird Jörg Heynkes von VillaMedia sein. Er wird darstellen, wie er das einzigartige Energienetzwerk VillaMedia aufgebaut hat. Die Vortragsreihe startet am 13. Januar von 18 ? 20 Uhr in der CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 2.

Neben diesem direkten Transformationsbezug, haben die oben aufgeführten Artikel natürlich auch einen Bezug zu Transformation, gerade im Sinne des OECD Better Life Index.

Welchen besseren Ausgangspunkt für die Transformation einer Stadt gibt es, als den im Artikel Bodenschätze beschriebenen Ansatz, brachliegende Flächen zu verkaufen, um die Stadt somit für kreatives, nachhaltiges, soziales und kulturelles Potenzial zu öffnen und somit die Wohn- und Lebensbedingungen für alle Bewohner zu verbessern.

Was fördert mehr den Gemeinsinn, als ein Trauer-Café zu betreiben, damit sich Bürger untereinander unterstützen? Mehr noch, was könnte es für ein besseres Projekt geben, als ein filmisches Denkmal für die eigene Stadt zu setzen und sich selber autobiografisch damit zu verbinden, um mehr Gemeinsamkeit und auch Verbundenheit zu fördern.

Was könnte der Bildung mehr zuträglich sein, als eine energische, erfolgreiche Illustratorin, die sich engagiert dafür einsetzt, dass Schüler und Jugendliche ihre Talente entdecken und den Mut besitzen diesen Weg auch zu gehen?

Auch diese „talwaerts“-Ausgabe zeigt erneut, dass Wuppertal eine äußerst aktive wie auch dynamische Stadt ist, die vor allem durch ihre engagierten Bürger und anderen starken Akteuren wie dem Wuppertal Institut, VillaMedia, Utopiastadt, der Uni Wuppertal und viele mehr, das große Potenzial besitzt, ein Vorreiter im Sinne der Transformation und Nachhaltigkeit zu sein. Weiter so!

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