Talwaerts #26 – Immer einen Blick wert!

Talwaerts #26 – Immer einen Blick wert!

In der 26. Ausgabe der Talwaerts, die seit heute, dem 19.12., in den Regalen steht, dreht sich erfrischenderweise nicht alles um Weihnachten, sondern viel mehr um Wuppertal. Es ist eben genau das was man von einer regionalen Wochenzeitung erwartet, rührende und spannende Geschichten aus der Region und ja, Weihnachten kommt am Rande dann auch noch vor.

Hier möchte ich jetzt einige der Artikel kurz anreißen um euch die dieswöchige Ausgabe schmackhaft zu machen.

Anders gläubig

Ronsdorf im Jahre 1745. Gerade erst hat die kleine Gemeinde im bergischen Land das Stadtrecht zugesprochen bekommen, schon sorgt sie für Aufsehen innerhalb der konservativen Kirchenwelt. Anna Catharina von Büchel, die Ehefrau eines reichen Ronsdorfer Fabrikbesitzers, gilt in der Region als Prophetin und predigt von der Wiederkehr des Messias in Gestalt ihres Sohnes. Schnell finden sich einige Anhänger und gründen eine Ronsdorfer Gemeinde, die Zioniten.
Als allerdings binnen fünf Jahre sowohl die Prophetin als auch der prophezeite Messias sterben, zerstreut sich die Gemeinde bald und schließt sich anderen Gemeinden an. Trotzdem ist das Jahr 1745 historisch gesehen sehr wichtig für das bergische Land. Denn auch heutzutage gibt es noch überdurchschnittlich viele christliche Freikirchen – Sekten wie manche sie bezeichnen – in und um Wuppertal. Dieser Artikel beschreibt die Historie und das aktuelle Bild und erklärt dass es solche und solche „Sekten“ gibt.

Gegen Schwarzseher

Kennen sie Rainer Widmann? Nein? Aber an seiner Arbeit werden sie sicherlich nicht vorbei kommen wenn sie in Wuppertal unterwegs sind. Rainer Widmann ist der Verkehrsplaner der Stadt Wuppertal und damit hauptverantwortlich für die neue Nordbahntrasse. Diese wurde heute offiziell als Freizeitroute eröffnet und ist damit nicht nur das Weihnachtsgeschenk Rainer Widmanns an die Stadt, sondern gleichzeitig auch sein Abschiedsgeschenk. Rainer Widmann wird nämlich im Juni des nächsten Jahres in Rente gehen. Ein Wuppertaler der viel für die Stadt und die Region geleistet hat wird in diesem Artikel noch einmal ausführlich porträtiert.

Die Rolle seines Lebens

Von einem sowjetischen Nachwuchs Boxtalent zum gefeierten Opersänger im Wuppertaler Opernhaus. Diese unglaubliche Reise hat Ramaz Chikviladze nun mit David Fleschen und der hat sie, zu unserem Glück, aufgeschrieben und in einen wunderbaren Artikel verpackt.
Nacherzählt wird die Reise von Chikviladze, beginnend in der ehemaligen Sowjetunion, in der er 1989 die Jugendmeisterschaft im Boxen gewinnt, bis hin zu Don Giovanni in dem Chikviladze heute den Komtur singt. Und dazwischen sein Sohn, bei Auftritten immer dabei wie ein Maskottchen. Eine wunderbar anrührende Geschichte über eine lange Reise und eine unerwartete Endstation.

Außerdem in der Talwaerts:

Die Kolumne – Diese Woche: Ausnahmen – wie fühlen sich eigentlich die Tiere an Weihnachten
Unterirdisch – Entdecktes und Unentdecktes in Wuppertal
Engagiert – Ein Bericht über die Enactus Initiative der Universität Wuppertal

Und natürlich noch einiges mehr aus der Region.

Mein Fazit: Eine sehr gute Ausgabe – unbedingt ihr Geld wert. Kaufen.

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