Sportstätten in Wuppertal – Gibt es Bedarf für das Kraftwerk?

Sportstätten in Wuppertal – Gibt es Bedarf für das Kraftwerk?

Der Sport zeigt ein vielfältiges Bild in Wuppertal. Ob Vereinssport, Schulsport, privates Sporttreiben auf der Nordbahntrasse, kommerzielle Angebote von Fitnessstudios oder der Hochschulsport. Wuppertal ist eine sportliche Stadt – Eine gute Voraussetzung um ein zusätzliches Sportangebot, wie das Kraftwerk, zu etablieren!

Die Marktanalyse ist der erste Baustein des Businessplans

Doch ein solches Projekt will gut geplant sein. Die subjektive Wahrnehmung des Sportangebots in Wuppertal ist deshalb nicht ausreichend um einen Businessplan zu erstellen! Welche Sportarten sind in welcher Anzahl und mit welcher baulichen Ausstattung vorhanden, und an welchen Standorten? Wer treibt Sport und wie häufig –privat, im Verein, oder in anderen Organisationen? Und welche Sportarten und Standorte haben Zukunft? Das sind Fragen, die bei einer Marktanalyse geklärt werden sollten.

Eine stichhaltige Bedarfsanalyse ist ein ehrgeiziges Ziel!

Visualisiert man die Turn- und Sporthallen in Wuppertal fragt man sich schnell, ob hier wirklich ein Mangel vorliegt – Fitnessstudios noch nicht eingeschlossen. Doch ob ein Bedarf befriedigt ist lässt sich nicht allein auf Basis der Anlagenzahl erschließen. Dafür müssen detailliertere Daten ermittelt werden.

Karte_Sportstätten in Wuppertal

Im Jahr 2008 wurde vom Lehrstuhl für Sportsoziologie der Uni Wuppertal eine Erhebung zum Sportverhalten und dem Sportstättenbedarf in Wuppertal durchgeführt. Befragt wurden dafür über 4.000 Personen. Gründe dafür, dass Sportangebote z.B. nicht wahrgenommen werden sind zu hohe Preise oder auch das fehlende Angebot. Viele Wuppertaler (rund 70%) treiben privat und am liebsten in der Natur Sport. Damit sich das Kraftwerk von den übrigen Sportstätten abgrenzen kann sollte es deshalb nach bisherigen Recherchen ein alternatives Preismodell für Mitgliedsbeiträge erheben, wie z.B. eine Staffelung nach Einkommen. Außerdem müssen neue Angebote her, oder Sportstätten, die noch nicht so stark ausgebaut sind, wie z.B. Beachvolleyballplätze. Doch wie kann man die aktivieren, die nur privat Sport treiben? Ein offenes Sportangebot ist die Antwort! Keine festgefrorenen Vereinsstrukturen, sondern eine Sportstätte, an der alle partizipieren können, nicht nur Mitglieder. Um den Bedarf in Wuppertal weiter zu konkretisieren ist im weiteren Verlauf eine Analyse der Kostenstrukturen bestehender Angebote (Vereine, Fitnessstudios, etc.). Auch demografische Merkmale der Stadt Wuppertal sind wichtig, denn eine alternde Bevölkerung nimmt andere Angebote in Anspruch. Um den Sport-Bedarf in Wuppertal so konkret wie möglich beschreiben zu können sind also viele Daten zu sammeln. Doch nur weiß, was gewünscht und gefordert wird, kann ein langfristig erfolgreiches und nachhaltiges Angebot schaffen.

Und was kommt danach?

Die Bedarfsanalyse legt den Grundstein für die Erstellung des Angebots. Als nächstes wird deshalb eine konkrete Auflistung der Sportarten gemacht, die angeboten werden sollen. Wenn die Sportarten feststehen kann auch kalkuliert werden, welche Bau- und Unterhaltskosten entstehen werden. Das führt uns weiter zu der Finanzplanung, die ebenfalls Teil des Businessplans ist.

Wir freuen uns jetzt mehr über die Wünsche der Wuppertaler Sportler zu erfahren!

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