talwaerts – #22: Gefühlte Gefahr

talwaerts – #22: Gefühlte Gefahr

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Die 22. Ausgabe der „talwaerts“ in diesem Jahr beschäftigt sich vor allem mit gesellschaftlichen Themen, sowohl im engeren als auch im weiteren Sinne. So wird eine Debatte zur gesellschaftlichen Sicherheit und deren Auswirkungen auf die persönliche Freiheit angestoßen, aktuelle Projekte, welche das kulturelle Angebot erweitern sollen, werden vorgestellt und die Handlungsspielräume von Bundespolitikern auf ihre Heimatstadt werden hinterfragt.

Im Folgenden werden die Artikel in ihrer abgedruckten Reihenfolge kurz vorgestellt.

Seite 2-3: Weichgespülte Multifunktion

Auf den ersten beiden Seiten der aktuellen Ausgabe geht es um den geplanten Neubau einer Multifunktionsarena im Bergischen Land. Kernproblematik stellt die Lösung finanzieller Probleme und die Ausgestaltung des Betreiberkonzepts dar. Die verschiedenen Positionen werden dabei im Artikel ausführlich beleuchtet.

Initiiert wurde das Projekt vom Bergischen Handballclub (BHC), der auf die untragbaren Zustände des aktuellen Heimspielorts − der Unihalle − verweist. Neben sportlichen Events sollen hier in Zukunft aber auch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Messen abgehalten und somit die Attraktivität Wuppertals gesteigert werden.

Seite 4-6: Gefühlte Gefahr

Die Titelstory der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich mit dem Konflikt zwischen Sicherheit und Freiheit, hinterfragt diesen aber auch grundlegend. Veranschaulichendes Beispiel für die Aktualität der Debatte und Anlass für den Artikel zugleich, ist die vor kurzem in Wuppertal aufgetretene „Scharia-Polizei“, welche der Großstadt bundesweit Aufmerksamkeit verschaffte.

Im Artikel werden Positionen aus Politik, Gesellschaft, Polizei und Wissenschaft angeführt sowie die Bedeutung der Medien erörtert. Erwähnenswert ist hierbei, dass die Autoren auf die Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlich bestehender Gefahr hinweisen.

Seite 7-9: Bausch auf dem Basar

Wer sich schon einmal gefragt hat, in wie weit ein Bundespolitiker Einfluss auf seine Heimatstadt nehmen kann, sollte sich diesem Artikel annehmen. Auf anschauliche Weise verschafft er Einblicke in eine für viele sonst fremde Welt und illustriert die Arbeitsweise, welche den politischen Alltag kennzeichnet. Konkret Bezug genommen wird auch auf das geplante Pina Bausch Tanzzentrum in Wuppertal.

Seite 10-11: Deutsches San Francisco

Dieser Artikel war für mich als Wuppertaler „Neuling“ besonders interessant. Mir war nicht bewusst, wie stark der Standort Wuppertal in der nationalen als auch internationalen Filmszene vertreten ist. Zahlreiche Drehstandorte und deren Verwendung in Filmen werden aufzeigt, die Bedeutung der Stadtverwaltung hierbei wird vorgestellt und die architektonischen Besonderheiten der Stadt werden hervorgehoben.

Seite 12-13: Super Mario & njuuz Ticker

Auf diesen Seiten wird ein lokales gastronomisches Urgestein vorgestellt: Das „Mazzino“. Der Inhaber, Mario Mazza, und seine gastronomische Überzeugung werden im Artikel kurz charakterisiert. Der Autor zeigt aber auch die negativen Folgen des Fortschritts auf: Im Zuge des Bahnhofumbaus wird das „Mazzino“ Ende diesen Monats schließen.

Auf Seite 13 der aktuellen Ausgabe finden sich darüber hinaus auch einige interessante Randartikel, welche vom lokalen Nachrichtenportal „njuuz“ verfasst wurden. Erwähnenswert ist zum einen die Vorstellung des Projekts „Online City Wuppertal“, einer bundesweit einmaligen Plattform, auf welcher alle Wuppertaler Einzelhändler die Möglichkeit haben, ihre Produkte online anzubieten. Damit soll die Konkurrenzfähigkeit des lokalen Einzelhandels gegenüber Großkonzernen gestärkt werden. Zum anderen wird das WSW-Kühlschrankaustausch-Programm erwähnt, welches sozial schwachen Haushalten die Möglichkeit gibt, ihre stromfressenden Altgeräte gegen energieeffiziente Modelle auszutauschen – auch für Studenten interessant!

Seite 14-16: Politisch lachen & Von Menschen und Elefanten

Der erste Artikel besteht aus einem abgedruckten Interview mit dem lokalen Kabarettisten Michael Brischke und seinen ebenfalls bühnenaffinen Kindern Sophia und Joschua. Jedem, der sich für politisches Kabarett interessiert, sei dieser Artikel empfohlen.

In der Kolumne auf der Rück- und damit der letzten -seite der aktuellen Ausgabe folgt ein unterhaltsamer und empfehlenswerter Beitrag zum Thema (Real)Satire mit lokalem Charakter.

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Fazit: Für mich als frisch Zugezogener hat sich der Kauf meiner ersten „talwaerts“ gelohnt: sie erleichtert mir den Zugang zu aktuellen lokalen Geschehnissen und veränderte auch ein wenig meinen Blick auf Wuppertal – zum Positiven.

Alexander Scholz

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