Guido Gallenkamp – Transformateur aus dem Luisenviertel

Guido Gallenkamp – Transformateur aus dem Luisenviertel

Guido Gallenkamp

Guido Gallenkamp. Foto: privat

Guido Gallenkamp, geb. 1979, ist seit 1999 selbständig im IT-Bereich tätig, unter anderem mit digitaler Informationsdienstleistung und Softwareentwicklung in seiner Firma bytethinker. Der gebürtige Wuppertaler studierte an der Bergischen Universität Wuppertal Chemie und Informatik und ist heute als interessierter und kritischer Weltbürger mit über 21 Tsd. Tweets für über 700 Follower seines Twitter-Accounts eine Aufklärungs- und Informationsquelle.

Als begeisterter Sportler, allem voran Marathonläufer, organisiert Guido Gallenkamp mit vielen Helfern ehrenamtlich das ‚Zuckerspiel‚ in Wuppertal, ein Laufwettbewerb mit zwei Läufen (Halbmarathon/10 Kilometer), der seit 2011 im Burgholz ausgetragen wird. Die Besonderheit: Im ersten Jahr hatten die Organisatoren lediglich ein Budget von 100 €€ und auch im inzwischen vierten Jahr ist die Veranstaltung weiterhin kostengünstig, jedoch sehr anspruchsvoll. Der Name entstand aus einem Versprecher seines Bruders, die Veranstaltung selbst aus einer Mischung von „Veranstaltungsnot“ und „Schnapsidee“.
Eine weitere Laufveranstaltung, die Guido Gallenkamp organisiert hat, ist das WHEW100. Der Hauptlauf führt 100 Kilometer an der Ruhr entlang, über ehemalige Bahntrassen durch sieben Städte.

„Wenn man sich versteht, versteht man sich“- dieses Sprachprojekt aus dem Jahr 2013, ausgezeichnet in einem bundesweiten Wettbewerb der Montag-Stiftung, stammt aus dem migrantischen Tätigkeitsspektrum von Guido Gallenkamp. In diesem Projekt bringen sich Menschen in etwa 90-minütigen Runden gegenseitig ihre Muttersprache bei. Es geht weniger um das Erlernen der gesamten Sprache als vielmehr um grundlegende Sätze, um im alltäglichen Miteinander zu einigen sprachlich freundlichen Gesten in der Lage zu sein.

2012 wandte er sich mit der Vision eines öffentlichen Wlan-Netzes, z.B. im ÖPNV, an den Freifunk-Verein, der bereits unter anderem den Mirker Bahnhof ein solches erfolgreich eingerichtet hatte. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion und 15 selbstgekauften Routern begannen der Freifunk-Verein und Guido Gallenkamp, das Luisenviertel zu vernetzen. Unter dem Namen Freifunk-Wuppertal“ ist das Netz mit schneller Übertragungsgeschwindigkeit nun im Luisenviertel verfügbar, momentan geht das Projekt in der Innenstadt von Wuppertal-Barmen weiter.

Das Luisenviertel liegt Guido Gallenkamp besonders am Herzen, nicht nur durch die Wlan-Aktion, auch eine von ihm betriebene Internetseite ist ausschließlich dem Viertel im Stadtteil Elberfeld gewidmet und liefert Termine, Berichte und News über das Quartier.

Guido Gallenkamps Fokus hat sich in den letzten Jahren eher weg von der IT und hin zu gesellschaftlichen Problemstellungen bewegt. Mit viel Kreativität, Motivation und Willen konnten viele Projekte initiiert und durchgeführt werden, und noch viele mehr sind in Vorbereitung.

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