Future Earth – Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsforschung liegt vor – Diskussion über die weitere Umsetzung ab Herbst

Future Earth – Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsforschung liegt vor – Diskussion über die weitere Umsetzung ab Herbst

Auf der Rio+20-Konferenz wurde u.a. beschlossen, die Forschungsprogramme zur Global Change-Forschung weiterzuentwickeln und stärker unter dem Dach einer künftigen „Future Earth“-Forschung zu integrieren. Dazu wurde ein globales rund 30-köpfiges „Future Earth Transition“-Team eingerichtet, das im April 2013 einen „Initial Design“-Report für die künftige Future Earth-Forschung geschrieben hat. (Im verlinkten Bericht finden sich im Anhang auf S. 89 die 30 Autorinnen/Autoren unter Federführung von Johan Rockström und Diana Liverman/Arizona).

Dieser Report wird jetzt auf nationaler Ebene diskutiert, um die Konsequenzen für die deutsche Forschungslandschaft abzuleiten. Es gibt inzwischen auch ein Deutsches Komittee für die Future Earth-Forschung, die Geschäftsstelle liegt beim Helmholtz-Zentrum GEOMAR in Kiel (Frau Dr. Schmalzbauer).

Am 11.09.2013 führt die DFG ein eintägiges Expertengespräch zur Diskussion des Future-Earth-Drafts und die Konsequenzen für die deutsche Forschungslandschaft durch.

Das vorgelegte Papier ist konzeptionell in mehrfacher Hinsicht interessant:
o Es liefert instruktive Bezugsrahmen, auf die sich eine Transformationsforschung sehr gut beziehen lässt.
o Insbesondere die Ideen des „Co-Design“ und der „Co-Production“ von Wissen, d.h. die Wissensproduktion unter Einbezug von Stakeholdern, werden konzeptionell sehr gut entwickelt.
o Das Future Earth-Programm soll den Rahmen für künftige nationale Förderstrategien und Schwerpunkte auf nationaler Ebene bilden. Eine Reihe großer nationaler Förderinstitutionen (darunter auch die DFG und das BMBF) haben sich dazu im Belmont-Forum zusammengeschlossen, das Teil der Steuerungsgruppe des Future Earth-Programmes ist. Aus dem Funding-Schema des Papieres wird deutlich, dass größere, an Future Earth orientierte nationale Forschungsprogramme in den kommenden Jahren geplant sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.